Young- und Oldtimertreffen vermittelt "ein anderes Lebensgefühl"

von Carolin Moch

ROXEL Manche sprechen von einem "ganz anderen Lebensgefühl", andere gar von einem "Traum". Die Träume tragen prunkvolle Namen wie "Cadillac Sedan de Ville." Oder sind Klassiker wie der "VW Käfer". Am vergangenen Sonntag trafen sich ihre Besitzer beim Young- und Oldtimertreffen im Autohaus Schlagheck.

"Jeder, der hier herkommt, hat mindestens drei Autos", erzählt ein Teilnehmer.

Oldtimer-Fuhrpark

So etwa Erhard Kutschmann, der in Everswinkel einen kleinen Fuhrpark mit acht Oldtimern hat. Seit 1978 sammelt er Autos. Bei Rallyes hat er bereits Preise gewonnen: für Alter, Schönheit und andere Besonderheiten seiner Oldtimer.

Andere wollen gar nicht verraten, wie viele Autos sie haben.

Saisonauftakt mit 60 Oldtimerliebhabern

Zum Oldtimersaisonauftakt hatte Karl-Heinz Pawelzik von dem Zusammenschluss "Oldtimerfreunde Münster & Münsterland" eingeladen. Rund 60 Oldtimerbesitzer aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen dazu nach Roxel. Daneben boten private Aussteller Automodelle zum Kauf und Tausch an. "Über die Modellautos lassen sich Träume realisieren", beschreibt Pawelzik den Reiz der kleinen Autos.
Der Traum von einem "190 C" ist auch für Uli Baunscheidt wahr geworden. Er ist stolzer Besitzer von neun Oldtimern: "Wenn man über die Autobahn fährt, sehen alle anderen Autos gleich aus. Nach einem Oldtimern gucken alle und man fühlt sich geschmeichelt". Auch die Technik sei damals noch aufwendiger gewesen: "Heute sind die Radkappen aus Plastik, damals waren sie aus Blech", sagt Baunscheidt.

"Er fährt sich schöner", sagt eine Teilnehmerin

Aber auch Frauen sind der Faszination Oldtimer verfallen: "Er fährt sich einfach schöner", beschreibt eine Teilnehmerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, ihren "Opel GT 1300", Baujahr 1969. "Man muss aber etwas mehr arbeiten, um sie zu fahren". Servolenkung etwa gehörte damals nicht zur Ausstattung.
Ein Hingucker ist der "Volvo P1800 ES" aus dem Jahr 1972 von Hans-Peter Klein. Aus Spaß hat er in den Kofferraum eine Spielzeug-Autorennbahn eingebaut, die sogar funktioniert. "Bei Rallyes vertreiben wir uns so die Zeit", sagt Klein. Genauso der "Cadillac Sedan de Ville" aus dem Jahre 1959 von Franz Josef Flüter. Mit 325 PS und einer Länge von fast sechs Metern stach er wahrlich heraus in Roxel.

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